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CNN: Iran bevorzugt Vance, nicht Witkoff oder Kushner — was das für die Verhandlungen und für die Ukraine bedeutet

Teheran hat Washington mitgeteilt, dass es keinen Dialog über Witkoff und Kushner führen wolle; künftig richtet sich die Aufmerksamkeit auf J. D. Vance – das könnte die Dynamik der Verhandlungen verändern, die Energiepolitik der Region beeinflussen und Chancen für die ukrainische Verteidigungsindustrie eröffnen.

Tetiana Suchkova-Ladik

Von Tetiana Suchkova-Ladik

25. März 2026 · 2 Min. Lesezeit

CNN: Iran bevorzugt Vance, nicht Witkoff oder Kushner — was das für die Verhandlungen und für die Ukraine bedeutet
Стів Віткофф та Джаред Кушнер (Фото: Gian Ehrenzeller/EPA)

Was passiert ist

Laut CNN unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Gesprächspartner hat der Iran den USA klargemacht: Verhandlungen mit dem Sondergesandten Steven Witkoff und Jared Kushner in Teheran würden als unproduktiv wahrgenommen. Die Iraner würden offenbar Kontakte mit dem Vizepräsidenten der USA, J.D. Vance, vorziehen.

"Es entsteht der Eindruck, dass Vance den Konflikt beenden will"

— ein nicht näher genannter Gesprächspartner von CNN

Warum das wichtig ist

Der Grund für die Wahl ist nicht nur eine Präferenz für bestimmte Persönlichkeiten. Den Quellen zufolge orientiert sich der Iran an demjenigen, den er für fähig hält, ein ernsthaftes Vorantreiben einer Feuerpause zu gewährleisten. Das ist ein Signal für ein Defizit an Vertrauen nach dem Scheitern früherer Verhandlungen und für den pragmatischen Ansatz Teherans im Verhandlungsprozess.

Position der USA: Wer führt den Dialog?

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Caroline Livitt, sagte CNN, dass die endgültige Entscheidung darüber, wer die USA bei den Verhandlungen vertreten werde, der Präsident treffen werde. Selbst wenn Vance auf iranischer Seite beliebter sei, habe Washington weiterhin mehrere Akteure, die am Prozess beteiligt seien.

"Wie der Präsident heute sagte, werden Vizepräsident Vance, der Außenminister, Sondergesandter Witkoff und Herr Kushner teilnehmen"

— Caroline Livitt, Sprecherin des Weißen Hauses (zitiert nach CNN)

Regionale Risiken und Chancen für die Ukraine

Risiken. Eine Eskalation im Iran droht zu stark steigenden Ölpreisen und zu logistischen Störungen, die die Energiesicherheit Europas und mittelbar auch die Ukraine beeinträchtigen würden. LIGA.net betont, dass solche Schwankungen auch für die ukrainische Front Bedeutung haben — sowohl wegen haushaltlicher Risiken als auch wegen potenzieller Veränderungen bei den Waffenlieferungen.

Chancen. Zugleich eröffnen Krisen Chancen für die ukrainische Verteidigungsindustrie: die gestiegene Nachfrage nach Drohnen und Systemen zur elektronischen Kampfführung bietet die Möglichkeit, die in den Kriegsjahren entwickelten Technologien zu demonstrieren und neue Märkte zu erschließen.

Kurzchronologie

  • Am 23. März 2026 teilte der Präsident der USA eine fünftägige Pause bei Angriffen gegen den Iran mit und sagte, die Verhandlungen seien "sehr gut und produktiv" gewesen; Teheran bestritt dies.
  • Zuvor hatte Washington Ultimaten in Bezug auf die Straße von Hormus gestellt und mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur Irans gedroht, falls Forderungen nicht erfüllt würden.
  • Axios berichtet, dass die USA angeboten hatten, am 26. März Gespräche zu führen, und auf eine Antwort aus dem Iran warten.

Was als Nächstes

Kurzfristig ist die Schlüsselfrage, ob die US-Administration die Präferenz der Iraner in ein reales Verhandlungsformat umsetzen kann. Für die Ukraine ist es wichtig, zwei Parameter im Auge zu behalten: die Energiestabilität und die Möglichkeiten für Verteidigungsexporte. Die Diplomatie findet bislang hinter den Kulissen statt; für uns zählen weniger laute Erklärungen als praktische Schritte, die Sicherheit und Wirtschaft beeinflussen.

Quellen: CNN, Axios, LIGA.net.

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