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Bananada gegen Schützlinge, Alexandria – erster Vizemeister in 30-jähriger Geschichte, der in der nächsten Saison absteigt

Die Übergangsmatches der UPL brachten zwei Paradoxien mit sich: Ein Tor eines ehemaligen Schützlings besiegelte das Schicksal von Oleksandrija, während Kudrivka zum zweiten Mal hintereinander die Play-offs durchstand – diesmal allerdings um seinen Platz in der Elite zu verteidigen, um den man selbst vor einem Jahr gekämpft hatte.

Tetiana Suchkova-Ladik

Von Tetiana Suchkova-Ladik

10. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

Bananada gegen Schützlinge, Alexandria – erster Vizemeister in 30-jähriger Geschichte, der in der nächsten Saison absteigt
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Neun Jahre in der Struktur des Klubs – und genau dein Tor schickt ihn in die erste Liga. Jewhen Banada, ein Zögling von «Oleksandriia», beförderte den Ball nach einer Eckenvorlage ins leere Tor und entschied das Duell zugunsten des Kiewer «Liwij Bereg» mit 1:0. Nach der Summe beider Spiele (das erste Spiel endete 1:1) kehrt der Hauptstadtklub nach einem Jahr Abwesenheit in die UPL zurück.

Ein Präzedenzfall in 30 Jahren

Für «Oleksandriia» ist die Niederlage nicht einfach ein Abstieg. Der Klub wurde zur ersten Mannschaft in der Geschichte der UPL, die Vizemeister wurde und in der nächsten Saison die Elite-Division verließ. Dies war in drei Jahrzehnten der Liga-Existenz noch nicht vorgekommen. In diesem Jahr beendete die Mannschaft die Saison auf Platz 15 und hätte direkt in die erste Liga absteigen sollen, doch nach der Streichung von Lviver «Rukh» aus dem Meisterschafts erhielt sie eine Chance durch die Playoffs – und nutzte sie nicht.

«Liwij Bereg» stellte eine Elf mit Sidney, Kovalenko, Schastal und den Brüdern Voloshin. «Oleksandriia» wechselte nach der Pause Jonathan gegen Castillejo aus, konnte aber den Spielverlauf nicht ändern.

Kudriwka: ein Jahr später – eine andere Rolle, dasselbe Drama

Im letzten Jahr war «Kudriwka» aus der Region Tschernihiw die Hauptüberraschung der Playoff-Spiele – und schaffte es erstmals in der Geschichte in die UPL. In der Saison 2025/26 belegte der Klub den 13. Platz und landete erneut in den Playoffs, diesmal aber als Vertreter der Elite gegen «Ahrobiznes» aus Volochysk.

Das Spiel in Ternopil hielt bis zur letzten Sekunde in Spannung. «Kudriwka» ging zweimal in Führung – Tore von Artjom Machelyuk (39') und Artjom Legostajew (80'). Zweimal kam «Ahrobiznes» zurück: Bohdan Kozak in der 68. Minute und Roman Tolotschko in der 90. Minute mit einem verwandelten Elfmeter. Das erste Spiel endete ebenfalls torlos (0:0), somit 2:2 in der Gesamtserie. Die Verlängerungen lösten nichts.

Im Elfmeterschießen gewann «Kudriwka» 3:2 und sicherte sich einen Platz in der UPL für die Saison 2026/27.

Nach Angaben von TSN und Champion

UPL-2026/27 Zusammensetzung: wer wo

  • Kehrt zurück: «Liwij Bereg» (Kiew)
  • Behält seinen Platz: «Kudriwka»
  • Steigt ab: «Oleksandriia» – verlässt erstmals seit 2014 die UPL
  • Administrativ ausgeschieden: «Rukh» (Lwiw) – aus dem Meisterschafts gestrichen

«Oleksandriia» war in den letzten Jahren ein Maßstab für Stabilität im ukrainischen Fußball: Medaillen, europäische Pokalspiele, systematische Nachwuchsarbeit. Ein Abstieg über die Playoffs ist keine Katastrophe für eine Saison, sondern das Ergebnis eines strukturellen Niedergangs, der bereits nach dem Rekord-Vizemeistertitel begann.

Bezeichnenderweise entschieden beide Playoff-Spiele Details: Ein Standard-Tor eines fremden Zöglings und ein Elfmeter in der 90. Minute. Wenn «Oleksandriia» sein Modell der Spielerauswahl und Finanzierung bereits in der ersten Liga nicht überdenkt – kann die Rückkehr in die Elite mehr als eine Saison dauern.

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