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Prozorro.Verkäufe erhielt einen neuen Direktor: Wer ist Igor Dobrowan

Das System zum Verkauf von Staatsaktiva wird nun von einem Mitarbeiter von SMIDA und der Mediengruppe „Sogodni Multimedia" geleitet – anstelle von Sergij But, der die Plattform seit ihrer Gründung leitete.

Tetiana Suchkova-Ladik

Von Tetiana Suchkova-Ladik

10. Juni 2026 · 1 Min. Lesezeit

Prozorro.Verkäufe erhielt einen neuen Direktor: Wer ist Igor Dobrowan
Фото: пресслужба Прозорро.Продажі

Das Staatsunternehmen „Prozorro.Prodazhi", über das Auktionen zum Verkauf von Staatseigentum, Kleinprivatisierungen und Vermietungen abgewickelt werden, hat seinen Leiter gewechselt. Die Plattform wird nun von Ihor Dobrowan geleitet — einem Experten mit Erfahrung in Finanztransparenz und Medienbranche.

Nach verfügbaren Daten arbeitete Dobrowan zuvor bei der SMIDA — der Nationalen Wertpapier- und Börsenkommission, wo er sich mit Fragen der Offenlegung von Informationen durch Emittenten befasste. Auch in seinem Lebenslauf findet sich eine Tätigkeit in der Mediengruppe „Syohodni Multimedia", die zur Struktur von Rinat Achmetow gehört.

Prozorro.Prodazhi ist nicht einfach nur eine Auktionsplattform. Seit Beginn der großflächigen Invasion werden über die Plattform auch Vermögenswerte liquidierter Banken, unter Sanktionen stehende Vermögenswerte und erbeutete Militärtechnik veräußert. Das Handelsvolumen beläuft sich jährlich auf Dutzende Milliarden Hrywnja.

Der Leiterwechsel fand ohne öffentliche Erklärungen des Ministeriums für Wirtschaft statt, dem das Unternehmen untergeordnet ist. Sergij But war einer der Gründer des Systems noch im Format einer Bürgerbewegung — vor seiner Umwandlung in ein Staatsunternehmen.

Die Schlüsselfrage liegt nun nicht in der Person des neuen Direktors, sondern darin, ob die Plattform ihre Unabhängigkeit von behördlichem Druck bewahrt — besonders unter Bedingungen, wenn über sie Auktionen für den Wiederaufbau nach dem Krieg und den Ausverkauf von Vermögenswerten unter Sanktionen abgewickelt werden. Wird die Öffentlichkeit einen echten Kontrollmechanismus über die neue Leitung erhalten — oder bleibt der Direktorenwechsel eine interne Personalrotation ohne jegliche öffentlichen Verpflichtungen?

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