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Usyk verteidigte WBC-Titel in Giza: Kickbox-Legende hielt 10 Runden durch — und hätte fast geschafft

Der erste Boxkampf in der Geschichte an den Pyramiden endete durch technischen K.o. in der 11. Runde. Verhoeven – der stärkste Kickboxer seiner Generation – absolvierte den Großteil der Strecke und fiel buchstäblich eine Sekunde vor dem Gong.

Tetiana Suchkova-Ladik

Von Tetiana Suchkova-Ladik

25. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit

Usyk verteidigte WBC-Titel in Giza: Kickbox-Legende hielt 10 Runden durch — und hätte fast geschafft

„Glory in Giza": Warum dies nicht einfach nur eine gewöhnliche Titelverteidigung ist

Der Kampf von Oleksandr Usyk gegen Rico Verhoeven am 24. Mai in Ägypten ist nicht einfach nur eine weitere Titelverteidigung. Dies ist der erste professionelle Boxkampf in der Geschichte, der neben den ägyptischen Pyramiden ausgetragen wurde. Die Promotionsfirma Matchroom und der Streaming-Dienst DAZN brandmarkten die Show mit „Glory in Giza" – und der Austragungsort fungierte als separater Teilnehmer des Events.

Auf dem Spiel stand der WBC-Gürtel im Schwergewicht. Die WBA und IBF sanktionierten den Kampf nicht, daher trat Usyk als amtierender Inhaber von drei Titeln an – WBC, WBA und IBF – die er im Juli 2025 nach seinem Sieg über Daniel Dubois bei Wembley erworben hatte.

Verhoeven – kein Statist

Rico Verhoeven kam zu diesem Kampf mit einer Bilanz von 1-0 im Boxen, aber das Wichtigste in seinem Lebenslauf sind 49 Siege im Kickboxen und der Status eines der am stärksten titulierten Vertreter dieser Sportart in ihrer gesamten Geschichte. Er war schwerer und massiver als Usyk, und in den ersten zehn Runden war dies spürbar: ständiger Druck, breite Schläge und mehrere gefährliche Momente für den Ukrainer.

„Verhoeven spielte die Rolle eines echten Herausforderers – er kam nicht einfach nur für ein Foto neben den Pyramiden"

ESPN nach Ende des Kampfes

Usyk ging mit einer Quote von -2500 nach DraftKings in den Kampf – das heißt, die Quoten betrachteten das Ergebnis als quasi schon entschieden. Aber zehn Runden echter Auseinandersetzung stellten dieses Vertrauen in Frage.

Finale: Knockdown eine Sekunde vor dem Gong

In der 11. Runde führte Usyk einen kraftvollen Aufwärtshaken aus und schickte Verhoeven zu Boden. Der Schiedsrichter erlaubte den Kampf fortzusetzen. Der Niederländer stand auf – und erhielt wenige Sekunden später eine Serie von Schlägen, nach der der Schiedsrichter den Kampf stoppte. Technischer K.o. Eine Sekunde vor dem finalen Gong.

Usyk bleibt ungeschlagen: 25 Kämpfe, 16 Knockouts. Verhoeven ist 37 Jahre alt und dies ist erst sein zweiter Boxkampf in seiner Karriere.

Crossover als Format

Der Kampf Usyk–Verhoeven ist Teil eines breiteren Trends: Top-Kickboxer und MMA-Kämpfer treten immer häufiger in der Boxarena unter großen Namen und für hohe Gagen an. Verhoeven ist nicht der erste und sicher nicht der letzte. Die Frage ist nicht, ob der Boxer gewinnt – die Frage ist, wie viele Runden der Athlet aus einer anderen Kampfsportart durchhält und ob dies ein Spektakel wird.

In diesem Fall – ja. Zehn Runden Spannung vor dem Finale eine Sekunde vor dem Gong erwiesen sich als ausreichendes Argument für die DAZN-Zuschauer auf der ganzen Welt.

Falls Usyks nächster Gegner wieder ein Vertreter einer anderen Kampfsportart ist – werden die WBA und IBF solche Kämpfe sanktionieren oder wird das Format „nur WBC" zur Obergrenze für Crossover-Shows?

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